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Text: Gebhard Weiß aus dem Buch

" Deilingen - Beiträge zur Geschichte"

 

Es ist schwer, genaues über die Anfänge der Feuerwehr in Deilingen zu erfahren. Vor dem 19. Jahrhundert gab es jedoch keine Feuerwehr im heutigen Sinne. Einen ersten Hinweis auf eine Löschmannschaft geben uns Brandakten des Stadtarchivs von Rottweil. Laut diesen Quellen wurden 1762 bei einer Brandkatastrophe in Rottweil 16 Gebäude vernichtet. Zur Bekämpfung des Feuers kam aus allen umliegenden Dörfern Hilfe, vor allem aus Deilingen. Deshalb muss es zu dieser zeit in unserer Gemeinde Lösch- und Rettungsmannschaften gegeben haben. Der Beschreibung des Oberamtes Spaichingen von 1876 können wir entnehmen, dass in allen Gemeinden vorschriftsmäßig Feuerlöschmannschaften aufgestellt waren und eine Feuerlöschordnung vorhanden war. Sämtliche Gemeinden des Oberamtes, zu dem auch Deilingen gehörte, verfügten über Fahrfeuerspritzen so wie über die weiteren notwendigen Hilfsmittel wie Eimer, Hacken, Leitern usw.

Die Eigentliche Chronik der Feuerwehr Deilingen-Delkhofen beginnt im Jahre 1879.Durch Beschluss der Bürgerlichen Collegien ist in der hiesigen Gemeinde einen mit den Zweck, im Falle eines Brandes im Ort selbst oder in der Umgebung das Leben und Eigentum der Bewohner zu schützen, sowie auch bei einem Brand in benachbarten Waldungen Hilfe zu leisten. So lautet der § 1 der Feuerwehrsatzung bei der Gründung der Feuerwehr Deilingen - Delkhofen am

19. Oktober 1879

Die militärisch organisieret Feuerwehr bestand zunächst aus 5 Mannschaftszügen. 16 Mann waren als Steiger eingeteilt, 40 Mann gehörten zur Spritzenmannschaft, 9 Mann zur Schlauchmannschaft, 12 Mann zu Rettungs - und Flüchtungsmannschaft und 28 waren zu Wasserträgern und Wasserschöpfern beordert. Nach den Statuten waren auch Mädchen des Ortes als Wasserträger zugelassen. Es gab seinerzeit bereits Verordnungen über die Dienstzeit, Rechte und Pflichten der Vorgesetzten, Pflichten der Mannschaft und auch Strafen konnten ausgesprochen werden. So wurde, wer unentschuldigt fehlte, zu spät oder ohne Abzeichen zum Dienst erschien, zu einer Strafe von 20 Pf bis zu einer Mark verdonnert. Wer bei einem Brandfall nicht erschien, musste 2 Mark bezahlen. Das königliche Oberamt Spaichingen hat am 29. August 1879 diese Statuten genehmigt. Die Namen der Kommandanten dieser Pflichtfeuerwehr sind leider nicht bekannt.

Bezirksfeuerwehrtag, 2.August 1931, Schauübung in der Baurengasse

Hausbrände, Waldbrände, Unfälle im Wald und auf der Straße, Hochwasser und Überschwemmungen wechselten bei den Einsätzen der Wehr. Bereits kurz nach der Gründung nämlich am 26.August 1880, entlud sich über dem Dorf ein Wolkenbruch, der viele Häuser in Gefahr brachte. Die Feuerwehr und andere beherzte Männer eilten zur Rettung herbei. Doch viele wurden samt der Brücke, auf der sie standen, vom reißenden Wasser fortgeschwemmt. Unter den Weggeschwemmten befand sich auch der damalige Bürgermeister Weiß. Einer der Männer fand im Wasser den Tod.

Am 25. Februar 1928 fand eine Vollversammlung der Pflichtfeuerwehr statt, bei der beschlossen wurde, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. An der Gründungsversammlung nahmen Schultheiß Schätzle, der gesamte Gemeinderat, Feuerlöschinspektor Oberbaumeister Sulzer aus Spaichingen und Feuerwehrkommandant Narr aus Wehingen teil. Die freiwillige Feuerwehr hatte bei der Gründung 46 Mann und wurde wie folgt eingeteilt: 1. Zug 18 Mann, 2. Zug 8 Mann, 3.Zug 20 Mann. In geheimer Wahl wurden die Zugführer gewählt: 1.Zug Heinrich Weiß (Werkführer), 2.Zug Karl Roos, 3.Zug Johann Schneckenburger (Ziegler). Als Kommandant einstimmig gewählt. Christian Schätzle wurde Adjutant, Kassier und Schriftführer Johann Mattes. Die Versammlung wählte Josef Schätzle zum Geräteverwalter. Die Löhnung für ein Jahr wurde auf 3 Mark festgelegt.

1940 wurde Stefan Weinmann Kommandant. Karl Weinmann löste Ihn 1947 ab. Im Jahr 1961 wurde Franz-Karl Roos Kommandant. Dieses Amt hatte er bis 1976 inne. Bei der Generalversammlung 1976 übernahm Bernhard Fleig die Führung der Feuerwehr.

 Franz-Karl Roos und Karl Weinmann 1958